Vernetzung


Die Vernetzung ist eine Grundvoraussetzung für das Gesamtprojekt Abenteuer Multimedia. Wesentliches Kommunikationsinstrumente sind das Internet, ein objektorientiertes Mailboxsystem und ein Intranet. Die Vernetzung ist dabei auf zwei Ebenen angelegt, der technischen und der sozialen.

Besonders Kinder und Jugendliche sind im Bereich digitaler Spiel- und Konsumangebote schon lange eine ständig im Wachstum begriffene Hauptzielgruppe, die von der Wirtschaft anvisiert wird. Es entstehen fortlaufend neue Angebote, zunehmend auch auf dem Gebiet Online-Dienste. Diese sind weitestgehend auf Konsum angelegt. Kommunikative sowie produktive Interessen und Fähigkeiten junger Menschen werden dagegen meist unberücksichtigt gelassen.

Die Netzangebote des Gesamtprojekts A.M. sind reziprok aufgebaut, d.h., Inhalte und Themen werden zum größten Teil von den Zielgruppen und Teilnehmerinnen und Teilnehmern bestimmt. Zur Entwicklung eines eigenen Netzes werden Jugendgruppen gebildet, die an Aufbau und Gestaltung maßgeblich beteiligt werden. Dabei kommen u.a. Methoden der Gruppen- und Cliquenarbeit zum Einsatz. Nicht-institutionalisierte Gruppierungen werden durch die Projektleitung angesprochen und erhalten individuelle Chancen der Partizipation.

KEINE ZENSUR ! Der Online Zugang zu Informationen und Kommunikationsmöglichkeiten hat im Rahmen des Gesamtprojektes A.M. offenen Angebotscharakter. Dabei soll auch für finanziell schlechter gestellte Personen die Möglichkeit geschaffen werden, an den neuen Angeboten zu partizipieren und sie mitzugestalten. Kinder und Jugendliche mit eigenen Computer und Modem haben die Möglichkeit, sich von Zuhause aus in das Netz einzuloggen. Teile des Netzes sind dabei ausschließlich für Kinder und Jugendliche reserviert. Erwachsene haben dort nur auf Wunsch begleitende und beratende Funktion. Gleichzeitig ist es Ziel, die computervermittelte Kommunikation einfach und benutzerfreundlich zu gestalten. Bildschirmoberfächen müssen durch spielerische Leichtigkeit einladen. Bei größeren Schwierigkeiten muß die technische Komponente der Schnittstelle den Anforderungen angepaßt werden. Maßstab ist auch hier der Mensch mit seinen Bedürfnissen. Soweit es von den Teilnehmern gewünscht wird, müssen online-Erfahrungen mit pädagogischer Begleitung gemacht werden können.


Folgende Möglichkeiten werden mit der Vernetzung realisiert:

  • ein erschwinglicher und schneller Zugang für alle teilnehmenden Zielgruppen, Einzelpersonen und Einrichtungen
  • eine Kommunikations- und Informationsstruktur auf der Basis digitaler Medien
  • die eigene eMail-Adresse für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur individuellen Kommunikation über Netzwerke
  • Einbettung von online-Aktivität in soziale, ökologische und politische Gruppen- und Cliquenarbeit
  • Veröffentlichung der eigenen Produkte und Ergebnisse
  • Nutzung von fremden und eigenen Diskussionsgruppen (Newsgroups)
  • Organisationsplattform zur Kooperation, Koordination, Planung und Durchführung gemeinsamer Projekte und Aktionen
  • Recherche und Informationssuche in unterschiedlichen Netzwerken
  • Application sharing, d.h. verschiedene Personen arbeiten über das Netz zeitgleich an einem Projekt bzw. mit einer Anwendung
  • themenorientierte Chats, im Internet, Mailboxsystem und dem Intranet
  • Dokumentationsforum und erweiterte Öffentlichkeitsarbeit
  • zusätzliche Kontaktmöglichkeit für Anlauf- und Beratungsstellen
  • Kooperation mit bereits bestehenden und neu beginnenden Projekten in verschiedenen Netzwerken (z. B. EMAC )
  • Die Vernetzung hält den Kontakt zwischen den verschiedenen Projektgruppen aufrecht und unterstützt neue Beziehungen über Stadt- und Ländergrenzen hinaus. Die Projekte und Aktionen werden durch die Initiativgruppe und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vor Ort mit Unterstützung des Media Mobil im Internet, Intranet und den jeweiligen Mailboxen präsentiert und zugänglich gemacht. Die Öffentlichkeitsarbeit bedient sich ebenfalls dieser Präsentationsmöglichkeiten. Um auch aufwendige Produktionen (z.B. Videos und Musik) im Netz präsentieren zu können, ist eine Nutzung schneller Datenleitungen und moderner Kompressionsverfahren sinnvoll. Beides wird zur Zeit entwickelt und dürfte in Kürze verfügbar sein.

    Darüber hinaus bietet insbesondere das Internet die Chance (im medial begrenzten Maße!) einer bestehenden Kultur der Abgrenzung, eine Kultur der Offenheit entgegenzusetzen. Dies ist als ein Ziel anzustreben, der Erfolg des Gesamtprojekts A.M. kann aber davon nicht abhängig gemacht werden.

    Der Baustein Vernetzung ist mit den Konzeptionselementen Media Mobil, Fortbildung, Beratung und Equipmentsupport gekoppelt. Mit den Projekten und Aktionen durch das Media Mobil finden digitale Medien spielerischen Einzug in die Jugendarbeit vor Ort. Themen, Inhalte und zu nutzende Möglichkeiten richten sich nach den Zielen der jeweiligen Gruppierungen bzw. werden von den Initiativgruppen vorgegeben. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter pädagogischer Einrichtungen sowie interessierte Jugendliche erhalten die Möglichkeit der Fortbildung, die den unterschiedlichen Bedürfnissen entsprechend zusammengestellt werden kann.

    Media Mobil - Fortbildung - Beratung und Projektmanagement - Equipmentsupport - Produktion und Dienstleistung - Wissenschaftliche Begleitung in Arbeit